Über viele Jahre hat die IG Blumenberg gemeinsam mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern für eine eigene Buslinie gekämpft – mit Ausdauer, Kreativität und unzähligen Aktionen. 2013 der Erfolg: Unter der Woche fährt seitdem der Bus von 5:30 bis 21 Uhr. Am Wochenende: Fehlanzeige. Schon das ist seit Langem ein Kritikpunkt der IG. Immerhin: mit dem bestehenden Angebot können unter der Woche die Menschen schnell, barrierearm und klimafreundlich mobil sein.
Nun jedoch die Hiobsbotschaft von gut unterrichteten Quellen: Die KVB plant wegen finanzieller Probleme weitere Kürzungen – bis hin zur Einstellung ganzer Linien. Auch die Führung der Linie 120 über Blumenberg steht zur Disposition. Begründung: Die S-Bahn-Anbindung reiche aus, man wolle den „Parallelverkehr“ streichen.
Wer jedoch auf die S6 oder S11 angewiesen ist, weiß: Unzuverlässigkeit ist hier Alltag. Verspätungen, Ausfälle – und für mobilitätseingeschränkte Menschen sind die Rampen zu steil, bei Nässe und Kälte gefährlich glatt.
Viele fragen sich: Wie passt das zusammen? Für innerstädtische Prestigeprojekte wie die Tunnellösung der Ost-West-Achse werden Milliarden bereitgestellt – aber am spärlichen Grundangebot im Kölner Norden wird gespart. So werden weder Klimaziele noch Barrierefreiheit noch soziale Gerechtigkeit erreicht.
Eine gute ÖPNV-Anbindung ist kommunale Daseinsvorsorge. Für die Stadt Köln als Eigentümerin der KVB scheint das jedoch nicht für alle Stadtteile zu gelten – und schon gar nicht für den Kölner Norden.
Umso wichtiger ist es, sich gemeinsam Gehör zu verschaffen: wir unterstützten daher die Petition unter Petition · Erhalt der Buslinie 120 in Blumenberg – Cologne, Deutschland · Change.org. Nehmt zahlreich teil und leitet es weiter.
Zusammen können wir etwas bewegen!
